Sprachentwicklungsverzögerung bzw. -störung
Bei einer SEV oder SES können folgende Merkmale vorkommen:
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Störung im Sprachverständnis
Das Kind kann Aufforderungen (Anweisungen) oder die Bedeutung bestimmter Worte nicht verstehen
(z.B. hol mir das Auto) und reagiert nicht so wie man es von ihm erwartet.
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Eingeschränkter Wortschatz
Das Kind besitzt einen begrenzten (nicht altersgerechten) Wortschatz.
- Dysgrammatismus
Das Kind lässt Wörter oder Satzteile aus. Es hat Probleme mit dem Satzbau und bestimmte Formeln fehlen
oder werden falsch gebildet.
Aussprachestörung (Dyslalie)
Man spricht von einer Artikulationsstörung (Dyslalie), wenn der Patient einen oder mehrere Laute (Buchstaben)
nicht richtig bildet, auslässt oder durch einen anderen Laut ersetzt (z.B. die lispelnde Aussprache beim S).
Auditive Wahrnehmungsstörungen
Hinter der autitiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsleistung versteht man die Weiterleitung von Hörreizen,
die korrekte Verarbeitung auf dem Weg zum Gehirn, sowie die Aufnahme, Aufbereitung und Auswertung in den Hör-
und Sprachzentren des Gehirns.
Liegt hier eine Störung vor, so hat der Patient Schwierigkeiten Gehörtes genau zu erkennen und auseinanderzuhalten,
und vertauscht dadurch im Alltag oft einzelne Buchstaben eines Wortes. Man spricht dann in der Folge ggf. von einer
Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder auch Legasthenie.
Störungen des Redeflusses (Stottern/Poltern)
Bei folgenden Punkten sind eine Beratung und ein ein Abklärung der Redestörung empfehlenswert:
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Die Unflüssigkeit besteht länger als sechs Monate.
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Beim Sprechen wirkt der Patient körperlich sehr angespannt.
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Der Patient vermeidet offensichtlich bestimmte Wörter, Buchstaben, Sprechsituationen oder Gesprächspartner.
Das sogenannte Poltern macht sich allgemein durch ein zu hohes Sprechtempo bemerkbar, z.B. werden Sätze immer
wieder neu gebildet und einzelne Silben im Redefluss "verschluckt".
Stimmstörungen
Bei Stimmstörungen kommen verschiedene mögliche Ursachen in Frage:
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Organische Ursachen
Lähmungen der Stimmlippen, eine Erkrankung des Kehlkopfs, Fehlbildungen im Rachenraum oder Verletzungen sind
die häufigsten organischen Gründe für Fehler im Stimmbild. -
Funktionelle Ursachen
Der "falsche" Gebrauch der Stimme kann zu einer Überbelastung und dadurch zu Stimmstörungen führen.
Schluckstörungen
Schluckstörungen (Dysphagien) bezeichnen eine andauernde Störung des Schluckaktes. Mögliche Ursachen sind in der Regel
organischer Natur, wie Erkrankungen der Speiseröhre, Tumore oder Hirnschädigungen.
Sprachstörungen z.B. nach Hirnschädigungen (Aphasie)
Die Aphasie entsteht infolge neurologischer Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Schädelhirntrauma) und verursacht eine
Beeinträchtigung im "Sprechen", "Verstehen", "Schreiben" oder "Lesen". Diese vier sprachlichen Modalitäten können
unterschiedlich schwer betroffen sein.
Nach einer ausführlichen Diagnostik kommen hier ganz individuelle (auf den Patienten abgestimmte) Therapieansätze
zum Einsatz, da die Formen und persönlichen Beeinträchtigungen je nach Lebensalter, Umfeld und Fall stark voneinader
abweichen.